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Ceraunophobie
Die Bezeichnung Ceraunophobie sollten sich all diejenigen
Menschen merken, die schon Panik bekommen, wenn es in der Ferne anfängt zu
grollen und sich die ersten dunklen Wolken am Himmel zeigen. Ceraunophobie
bezeichnet die Angst vor Gewitter.
Jeder Körper reagiert auf Veränderungen in seinem Umfeld.
Ähnlich ist es auch bei einem aufziehenden Gewitter. Plötzlich fliegen die
Schwalben nicht höher als die Häuser sind und auch die Hunde versuchen, sich in
feste Gebäude zurückzuziehen. Sie spüren noch eher als wir Menschen die
Veränderungen, die mit jedem Gewitter einhergehen. Viele Menschen klagen dann
über Migräne oder schmerzende und juckende Narben von Verletzungen und
Operationen.
Seit Jahren wird an den Phänomenen der Gewitter geforscht und
eines der neuesten Ergebnisse ist die Entdeckung der so genannten „Sprites“,
die sich von der eigentlichen Blitzentladung weg über mehrere Hundert Kilometer
ziehen können. Diese elektrischen Entladungen beeinflussen sowohl das
natürliche Magnetfeld der Erde als auch das um jeden Menschen vorhandene
Magnetfeld, das von spirituellen Menschen gern auch als Aura bezeichnet wird.
Diese Aura kann man inzwischen sogar sichtbar machen. Auch der Luftdruck
verändert sich im unmittelbaren Umfeld eines Gewitters ziemlich schnell.
Einen Teil dieser Veränderungen registrieren die
Nervenzellen und geben die daraus gewonnenen Erkenntnisse an das Gehirn weiter,
das bei Patienten mit Angst vor Gewitter sofort Panik auslöst. Der Blutdruck
und die Herzfrequenz steigen. Auch die Atmung wird deutlich intensiver. Der
Körper bereitet sich auf eine Flucht aus der das Unbehagen bereitenden
Situation vor.
Menschen mit Angst vor Gewitter kann man häufig schon mit
wissenschaftlichen Erklärungen wirklich helfen. Die physikalischen Abläufe sind
natürlichen Ursprungs und es sollten tatsächlich einige Schutzmaßnahmen
ergriffen werden. Doch es gibt auch Menschen, die sich während eines Gewitters
in den Keller zurückziehen und dort schlotternd vor Angst in einer Ecke hocken.
Sie sollten ihren Hausarzt auf eine entsprechende Psychotherapie ansprechen,
denn mit speziellen Verhaltenstechniken kann man gegensteuern und so die
Lebensqualität der Menschen erhöhen. Als letzte Maßnahme ist auch die Gabe
leichter Beruhigungsmittel möglich, die allerdings auf die Zeit beschränkt
werden sollte, in der ein erhöhtes Gewitterrisiko besteht.
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